Die Maya – begeistert von Astronomie und Arithmetik

Weltuntergangs-Prognosen

Zu Anfang des 21. Jahrhunderts gab es zahlreiche Prognosen für einen baldigen Weltuntergang. Der Kalender der Maya endete am 22. Dezember 2012. Viele astronomisch-esoterisch motivierte Gruppen sagten für dieses Datum den Untergang der Welt voraus.

Astronomie der Maya

Die Hochkultur der Maya verfügte über ein erstaunliches astronomisches Wissen. Die Experten auf diesem Gebiet haben der Neuzeit bauliche Überreste hinterlassen. In Chichén Itzá, einer mächtigen Maya-Stadt auf Yucatán, befindet sich eines der bekanntesten Bauwerke, hier steht inmitten der Tempelanlagen der “Caracol”, ein Himmelsobservatorium aus der Spätzeit der Maya. Eines der wenigen Bücher auf Baumrinde, welche die spanischen Eroberer nicht zerstört haben, ist der Dresdner Kodex. Er enthält Tabellen mit Daten für Sonnen- und Mondfinsternisse und Bewegungsdaten der Venus.

Genauer Kalender

Die Maya hatten entsprechend der Bedürfnisse ihrer Gesellschaft einen komplexen, leistungsfähigen Kalender entwickelt, zugeschnitten auf ihre Kultur in der Mitte Amerikas, auf die spezialisierte Landwirtschaft und die eindrucksvollen Tempelbauten. Die Glanzzeit dieser Kultur, die von Arithmetik und Astronomie begeistert war, lag zwischen dem 3. und 10. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, glücklicherweise gingen Kalender und Sprache nicht verloren.

Der Maya-Kalender ist dem gregorianischen Kalender an Genauigkeit fast ebenbürtig, aber er basiert auf einem anderen Rechensystem und nutzt fremdartige Notationen. Dennoch zeugt er von hohem mathematischem und astronomischem Wissen. Ohne Fernrohr, Computer und Bruchrechnung lieferten die Sternenkundigen und Kalenderpriester beachtliche Ergebnisse. Dies konnte nur durch ein genaues Studium der Himmelsbewegungen und mithilfe einer leistungsfähigen Mathematik erreicht werden.

Hervorragende Wissenschaftler

Die Mathematik der Maya war dem Wissen der alten Römer in diesem Bereich weit überlegen. Nirgendwo anders hat man früher mit der Null gerechnet als im Dschungel Mittelamerikas, die Arithmetik der Römer dagegen war schwerfällig. Die Astronomen der Maya arbeiteten mit einer so hohen Genauigkeit, dass sie in der Lage waren, den Stand bestimmter Himmelskörper über Jahrhunderte hinweg zu bestimmen. Mit dieser Präzision konnten die Herrscher ihre Feldzüge planen und man hat günstige Termine für geistliche Zeremonien berechnet.

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