Schon immer haben der Lauf der Sonne und des Mondes, Tag und Nacht, sowie die Jahreszeiten das tägliche Leben von Menschen beeinflusst. Was lag also näher, als diese Phänomene verstehen und erklären zu wollen?

Von der Jungsteinzeit bis Babylon

Wir wissen nicht genau, wann Menschen mit der Erforschung der Sterne begonnen haben. Es gibt weltweit zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit und früher, die einen astronomischen Hintergrund haben dürften. Im Süden Englands befindet sich beispielsweise Stonehenge mit den beeindruckenden Steinkreisen aus Megalithen. Die geographische Ausrichtung der Steine beweist astronomische Bezüge.

Es existieren Aufzeichnungen über Techniken der Astronomie im alten Ägypten, die bis in das dritte vorchristliche Jahrtausend zurückreichen. Die Babylonier waren bereits in der Lage, komplexe periodische Phänomene vorauszuberechnen, wie den Umlauf des Erdtrabanten, von Mars und Venus. Auch die Maya und die Chinesen waren auf diesem Forschungsgebiet aktiv.

In Griechenland war die Erde bereits eine Kugel

Der griechische Philosoph Anaximander vertritt im 6. Jahrhundert vor Christus die Theorie, dass die Erde eine Kugel ist. Seinem Zeitgenossen Thales wird nachgesagt, er habe eine Sonnenfinsternis vorhergesagt. 300 Jahre später liefert Aristarch einen mathematischen Beweis für ein heliozentrisches Weltbild. Im Jahrhundert darauf hatte Hipparch einfache Instrumente, um die Position von Himmelsobjekten zu bestimmen.

Von Ptolemäus zu Kopernikus

Im zweiten nachchristlichen Jahrhundert vertritt Claudius Ptolemäus dann im Gegensatz zu Aristarch das nach ihm benannte geozentrischen Weltbild. Erst 1543 greift Nikolaus Kopernikus mit seiner Veröffentlichung zu Planetenbewegungen erneut die Idee auf, dass die Sonne der Mittelpunkt der Welt ist.

Kepler, Galilei und Newton

Im 17. Jahrhundert vertritt Johannes Kepler die Auffassung, dass sich die Planeten auf elliptischen Bahnen um die Sonne bewegen. Kurz darauf nutzte Galileo Galilei als einer der ersten ein Fernrohr für seine Himmelsbeobachtungen. Bekannt wurde vor allem der Jahrzehnte andauernde Dialog Galileis mit der katholischen Kirche. Sein Eintreten für das heliozentrische Weltbild musste er mit lebenslangem Hausarrest bezahlen. Jahre später sollte Isaac Newton ein verbessertes Spiegelteleskop entwickeln und seine Theorien zur Gravitationstheorie veröffentlichen.