{"status": "failed"}{"status": "failed"} Das La-Silla-Observatorium in der Atacama-Wüste Chiles

Den Sternen ganz nah

Das La-Silla-Observatorium ist eine Reise wert, nicht nur für Weltentdecker, sondern auch für Hobby-Astronomen, wobei es hier per Definition durchaus große Überschneidungen geben sollte.

Das ESO-Observatorium La Silla

Auf einer Höhe von 2.400 Metern über dem Meeresspiegel befindet sich das erste ESO-Observatorium weltweit. Die Europäische Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre betreibt die Anlage in der chilenischen Atacama-Wüste seit den 60er Jahren. La Silla zählt auch heute noch zu den wissenschaftlich produktivsten Observatorien, es gibt hier zwei der weltbesten Vier-Meter-Teleskope.

Um dorthin zu gelangen, fährt man entlang der Panamericana durch die Gebirgslandschaft der Atacama im Norden des Landes. Hinter La Serena kann man die Kuppeln der Sternwarte auf dem Berg La Silla in der Ferne erkennen.

Idealer Standort

In der Atacama ist die Luft klar, Wolken gibt es nur ganz selten, der Standort in dieser Wüstenlandschaft ist der ideale Ort, um mit den besten Instrumenten Jagd auf sogenannte Exoplaneten zu machen, auf Himmelskörper außerhalb des gravitativen Einflusses der Sonne.

Nur von der Südhalbkugel der Erde aus ist es möglich, in das Zentrum der Milchstraße zu blicken. Und in der Atacama ist der Himmel schwärzer als schwarz, es gibt keine Straßenbeleuchtung, keinen Flughafen in der Nähe, keinen Smog. Die Sicht könnte nicht besser sein.

Nächtliche Forschungsarbeit

Nachdem die Sonne im Pazifik versunken ist, beginnen die Astronomen mit ihrer Arbeit. Die riesigen Kuppeln werden elektrisch geöffnet. Die Wissenschaftler sitzen an ihren Monitoren im Kontrollzentrum und steuern die Beobachtungen mit dem riesigen Teleskop, dessen Spiegeldurchmesser 3,60 Meter beträgt und an dem ein hochpräziser Spektrograf montiert ist. Ein Teil der Astronomen arbeitet vor Ort, weitere Kollegen sitzen in ihren Büros im fernen Europa, die Zusammenarbeit funktioniert ausgezeichnet.

Viele der Beobachtungen sind erst nach Monduntergang möglich, ohne den Erdtrabanten kann die Milchstraße in ihrer vollen Pracht bewundert und mit entsprechender Ausrüstung auch von Hobbyfotografen eingefangen werden, ein Stativ und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv vorausgesetzt.

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