Einen Astronom unter denen des 20. Jahrhunderts herauszugreifen, ist keine leichte Aufgabe, mit der Weiterentwicklung der Technologie gibt es immer neue Forschungsergebnisse und wer die weitreichendsten Entdeckungen gemacht hat, stellt sich unter Umständen erst in 100 Jahren oder später heraus.

Einer der bekanntesten ist Edwin Powell Hubble, er wurde am 20. November 1889 im US-Bundesstaat Missouri geboren. Nach seinem Studium der Physik und Astronomie in Chicago studierte er zusätzlich Jura in Oxford, England. Offenbar konnte ihn die Rechtswissenschaft wenig begeistern und er wandte sich wieder der Astronomie zu. Seine Forschungsarbeiten halfen Rätsel zu lösen, die seit jeher diskutiert wurden, er revolutionierte einige Kenntnisse über das Weltall.

Extragalaktische Systeme

1923 gelang ihm am Mount-Wilson-Observatorium der Nachweis, dass der Andromeda-Nebel weit außerhalb unserer Milchstraße liegt. Die Ergebnisse seiner Beobachtungen konnte er Anfang 1925 auf der Jahrestagung der American Astronomical Society vortragen. Damit wurde eine Art Glaubenskrieg unter den Astronomen beendet. Viele Wissenschaftler gingen davon aus, dass der Kosmos nur aus unserer Galaxis besteht. Aber mit dem modernen, damals größten Teleskop der Welt auf dem Mount Wilson und weiteren zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln, ermittelte Hubble eine Entfernung von 800.000 Lichtjahren zum Andromeda-Nebel. Das war die Bestätigung für die Existenz extragalaktischer Systeme.

Ausdehnung des Universums

Hubble sah als einer der ersten eine allgemeine Ausdehnung des Universums, was damals als absurd galt. Auch Albert Einstein ging bis dahin von einem statischen Kosmos aus. 1931 haben Einstein und Hubble und weitere Astronomen dieses Thema in Mount Wilson diskutiert, danach war Hubbles Theorie allgemein akzeptiert, Einstein übernahm Hubbles Auffassung. Die Größe, die die Ausdehnung beschreibt, wurde ihm zu Ehren die Hubble-Konstante genannt.

Hubble-Weltraumteleskop

Den Nobelpreis bekam Hubble nicht, da die Astronomie damals nicht als Teil der Physik angesehen wurde, aber die NASA hat ihm 1990 mit dem Hubble-Weltraumteleskop ein ganz besonderes Denkmal geschaffen. Durch das Fenster zum Weltraum erhalten wir seitdem einzigartige Einblicke in die Tiefen des Weltraums. Eine großartige Erinnerung an einen der bedeutendsten Astronomen des zwanzigsten Jahrhunderts.